Lisa Falk

 

Teamleitung F&E Metallbearbeitung bei der Carl Bechem GmbH

„Auf Fotos von Firmenveranstaltungen bin ich meist von Männern umgeben. Da müssen mehr Frauen hin.“

 

Lisa Falk (l.) und Doreen Rehbein (r.) sind beide bei Bechem beschäftigt, haben aber ganz unterschiedliche Wege genommen. Hier geht's zum Profil von Doreen Rehbein.

 

1996

 

geboren

 

2014

 

Abitur


2014 - 2015

 

freiwilliger Wehrdienst bei der Bundeswehr

2015 - 2021

 

Studium Bioingenieurwesen an der TU Dortmund

 


2021

 

dreimonatiges Praktikum in Japan im Rahmen des Masterstudiums

2023

 

Abschluss Masterstudium


2024

 

Arbeitsbeginn bei Carl Bechem, Trainee Innovationsmanagement

2024

 

Teamleitung F&E Metallbearbeitung

 

 

„Das eine Jahr bei der Bundeswehr hat mich erwachsen werden lassen.“

 

Nach der Schule wollte sie etwas ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Die Herausforderungen haben sie gelockt und ein freiwilliges Jahr bei der Bundeswehr bot viele Möglichkeiten. Sie bekam gutes Feedback und das Angebot eines finanzierten Studienplatzes BWL. Aber sie wollte ein anderes Fach studieren und schrieb sich für das Studium Bioingenieurwesen ein.

Jetzt war fleißiges Lernen angesagt. Nach drei Semestern hat sie überlegt, es hinzuwerfen, denn sie hatte den Studiengang unterschätzt.

Aber dann hat sie auf Ehrgeiz und Ausdauer umgeschaltet und sich durchgebissen. Der Fokus lag auf ihr, die Orientierung an denen, die schneller fertig werden und Prüfungen sofort bestehen, hat sie auf sich und ihren Willen umgelenkt. Ihre Eltern haben sie immer unterstützt und sind sehr stolz auf den akademischen Weg, den ihre Tochter eingeschlagen hat.

 

 


„Die drei Monate in Japan haben mich sehr geprägt.“

 

Im Masterstudium hat sie die Gelegenheit genutzt und sich bewusst für einen Auslandsaufenthalt beworben. Japan - eine ganz fremde Welt. In der Rückschau ist dieser Aufenthalt zeitlich eher kurz, in der Wirkung aber nachhaltig. Sie lernt Japanisch und heute sagt sie, „etwas Fremdes zu tun, neugierig sein und einfach machen - das hat mich weitergebracht.“


Junge, kompetente, weibliche Führungskraft - eine Ausnahme unter Bioingenieuren

 

Sie führt ein kleines Team mit 5 Mitarbeitenden verschiedenen Alters und beruflicher Erfahrung. Ihre Rolle entwickelt sie aus den eigenen Erfahrungen, wie ihr Führungskräfte begegnet sind und wie sie geführt werden möchte: mit guter Stimmung, Freiraum und Freundlichkeit.

Weibliche Vorbilder gibt es fast keine, nur in größeren Fachkreisen begegnet sie Frauen, die sich in diesem männlichen Umfeld behauptet haben und in ihrer Kompetenz anerkannt sind. Sie erlebt manchmal Verwunderung bei männlichen Kollegen, dass sie in ihrem Alter und in dieser Profession in Führung ist.

Sie findet es gut, wenn die Präsenz von Frauen in dieser Branche wächst und schätzt die Initiative und Unterstützung ihres Chefs sehr, der gleich zwei jungen Frauen Wege eröffnet, Verantwortung in Führungspositionen zu tragen. Sie hat viel Energie, möchte etwas erreichen und ist gespannt, welche Türen sie sich noch öffnen kann.


Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf wird gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.