Pia Grote

 

Personalleiterin, BIW Isolierstoffe GmbH

 

Pia Grote zeigt, wie Zielstrebigkeit, Teamgeist und die Fähigkeit, Chancen zu ergreifen, zu nachhaltiger Selbstbestimmung und erfolgreicher Führung beitragen.

 

 

1995

geboren


08.2014 bis 01.2017

Ausbildung zur Industriekauffrau, von Anfang an Interesse an Personalthemen, Kolleg:innen raten ihr: „Wenn du in der HR etwas werden willst, musst du alles gemacht haben“

2018

 

Ein Jahr nach abgeschlossener Ausbildung wurde Standortschließung mit teilweiser Verlagerung ins Ausland verkündet; Umsetzung bis Sommer 2019 erfolgt


2019

 

Stelle im Bereich Payroll bei einem Logistikunternehmen, viel gelernt, was für den Personalbereich wichtig ist, aber Entfaltungsmöglichkeiten fehlten

2017 – 2021

 

Nebenberufliche Weiterbildung zur Industriefachwirtin und Personalfachkauffrau IHK


2021

 

Einstieg bei BIW als Personalreferentin für Personalentwicklung und BGM sowie als Ausbildungsverantwortliche, fühlt sich beruflich angekommen

2023

 

Personalleiterstelle wird frei und wird ihr angeboten – sie nimmt an.


 

 

Aus dem Team, vor das Team

 

Als Pia Grote die Stelle der Personalleiterin angeboten wurde, führte sie lange Gespräche mit ihrer Familie, denn ihr war klar: In dieser Position hat die Arbeit Priorität. Sie übernahm die Stelle zunächst für ein halbes Jahr auf Probe, wollte sich die Möglichkeit offenhalten, den Karriereschritt zurückzugehen und in ihre alte Position zurückzukehren. Ein sanfter Übergang und Einarbeitung – weit gefehlt, es folgte der Sprung ins kalte Wasser: Von einem auf den anderen Tag übernahm sie nicht nur erstmals Führungsverantwortung für ihr eigenes Team, sondern zugleich eine sehr verantwortungsvolle Rolle im Gesamtkontext des Unternehmens. Entscheidungen waren gefragt und sie merkte schnell, dass Führung nicht immer Zeit für perfekte Lösungen lässt.  Gerade in dieser intensiven Phase lernte sie viel über sich selbst. Rückblickend sieht sie vor allem in dem Wechsel aus dem Team vor das Team eine ihrer größten Herausforderungen – verbunden mit Rückschlägen und Momenten des Zweifelns. Doch die positive Anerkennung, das Vertrauen ihres Umfelds und die sichtbaren Ergebnisse ihrer Arbeit gaben ihr immer wieder neue Energie, weiterzugehen und an sich selbst zu glauben. Auch heute macht sie sich immer wieder bewusst, wie groß die Tragweite ihrer Entscheidungen ist.

Zu Beginn ihrer Führungsrolle fragte sie sich: Würde es ein Thema sein, dass sie nicht studiert hat? Schnell wurde ihr klar: Es spielt keine Rolle. Jungen Menschen möchte sie vermitteln, dass eine Ausbildung wertvoll ist und dass man auch ohne Studium die Karriereleiter erfolgreich erklimmen kann. Wichtig sei, seine Stärken gezielt einzusetzen, sich nicht verunsichern zu lassen und sich regelmäßig Zeit für Selbstreflexion zu nehmen.


Führung in Bewegung

 

In einer von Männern dominierten Branche brachte sie frischen Wind und neue Impulse ein. Sie erlebte, wie wertvoll die Zusammenarbeit von Männern und Frauen ist und wie Entscheidungen durch unterschiedliche Perspektiven hinterfragt und verbessert werden.


Fleiß, Zielstrebigkeit, Bodenständigkeit

 

Aufgewachsen als Kind aus einer Arbeiterfamilie, lernte sie, dass man sich Luxus und Erfolge verdienen muss. Ihre Eltern, aber vor allem ihr Vater, der selbst in einer Führungsposition arbeitete, ist Vorbild für sie – ebenso wie Kolleginnen und Kollegen, die sie im Laufe ihres Berufsweges kennenlernen durfte. Erfahrene Führungspersönlichkeiten, die ihr zeigten, wie man Verantwortung übernimmt und gleichzeitig menschlich bleibt. Für Pia Grote ist es entscheidend, Mitarbeitenden auf Augenhöhe zu begegnen. Ihr Team sieht sie als ein Zusammenspiel unterschiedlicher Kompetenzen, das Hand in Hand arbeitet und in dem sich die Teammitglieder sinnvoll ergänzen. Die Rolle als Personalleiterin, die noch vor wenigen Jahren jenseits ihrer Vorstellung lag, ist heute aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken. Mit dieser Haltung geht sie ihre Zukunft an: Sie möchte noch lange in ihrer jetzigen Position arbeiten, die Standortattraktivität sowie Existenzen im Unternehmen sichern und die aktuellen Herausforderungen meistern.


Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf wird gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.