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Neuartiges Format zur Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf kommt gut an

Pressemitteilung                                          

Hagen/Ennepe-Ruhr-Kreis, 09.09.2022 Sehr gut angenommen wurde der zweite Berufsinfotag für Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf am gestrigen Donnerstag. Knapp 300 Schülerinnen und Schüler nahmen daran teil – den Workshop für Eltern und Lehrkräfte besuchten 150 Personen. Organisiert wurde die Veranstaltung von einem Team bestehend aus der agentur mark GmbH, der SIHK zu Hagen, den Schulämtern Hagen und Ennepe-Ruhr-Kreis, dem Integrationsfachdienst sowie einem Arbeitskreis der Förderschulen.

Angebote zur Berufsorientierung gibt es viele, Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf können davon bisher aber nur wenig profitieren, insbesondere, weil sie im Vergleich mit anderen Jugendlichen einen deutlich erhöhten Bedarf an intensiver Unterstützung im Berufsorientierungsprozess haben. Diesem Umstand trug auch der zweite Berufsinfotag Rechnung und präsentierte passgenaue Angebote. Eingeladen waren Schüler*innen mit besonderem Unterstützungsbedarf aus den Förderschulen und den Schulen des Gemeinsamen Lernens in Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis sowie deren Eltern.

Anwesend waren 26 Ausstellende, dabei u.a. Werkstätten für Menschen mit Behinderung und Inklusionsfirmen, aber auch die Bundesagentur für Arbeit, der Integrationsfachdienst, Bildungsträger, die SIHK zu Hagen und die Handwerkskammer Dortmund. Ziel war es, verschiedene Berufswege für Menschen mit Behinderung vorzustellen, um die für sie passende Berufswahl zu ermöglichen. Unabhängig davon, ob dieser Beruf in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung oder dem ersten Arbeitsmarkt ausgeübt wird. “Wir möchten allen Teilnehmenden ein geeignetes Angebot machen.“ sagt Christian Münch, Inklusionsberater bei der SIHK zu Hagen. An allen Ständen gab es die Möglichkeit, kleine praktische Aufgaben zu machen und so schon mal in den Beruf hineinzuschnuppern.

Neu in diesem Jahr war die theaterpädagogische Begrüßung durch Michael Remmert, der bereits bei der diesjährigen Ausbildungsmesse in Hagen die Schülerschaft auf das Thema Berufsorientierung eingestimmt hatte. Ebenfalls neu im Konzept war auch ein Ruheraum, in den sich die Besucherinnen und Besucher bei Bedarf vor dem Rummel zurückziehen konnten.

René Hülshorst, Inklusionsfachberater beim Schulam,t und Martin Störte vom Arbeitskreis der Förderschulen, beide im Organisationsteam der Veranstaltung, betonten: „Wir sind stolz darauf, welchen Anklang die erste Veranstaltung 2021 in der Öffentlichkeit und bei den heute anwesenden Ehrengästen gefunden hat. Besonders gefreut haben uns auch die positiven Rückmeldungen aus dem

letzten Jahr, sowie die Vorfreude auf den heutigen Tag. Für alle Schülerinnen und Schüler, aber besonders die des Gemeinsamen Lernens bietet diese Veranstaltung ein passgenaues Angebot, welches ihrem Unterstützungsbedarf im Bereich der beruflichen Orientierung Rechnung trägt.“

Mit ca. 150 Teilnehmenden war auch der Workshop sehr gut besucht. Die Eltern und die Lehrkräfte hatten die Gelegenheit, die Stände der Anbieter aufzusuchen und ins Gespräch zu kommen. Ihre Fragen nach Unterstützungsangeboten für ihre Kinder sowie nach den richtigen Ansprechpartnern machten deutlich, dass der Berufsinfotag ein sehr gutes Angebot für die Jugendlichen und ihre Eltern war. 

Mit dabei waren auch Menschen mit Behinderung wie Annika Schmidt und Marc-Christian Wirth, die ihren Beruf gefunden haben und anderen Mut machen wollten. Annika Schmidt, die in einem Kindergarten in Bergkamen arbeitet, ist es sehr wichtig gewesen, den Infotagbesuchern von ihrem Werdegang zu erzählen. Und Marc-Christian Wirth, der am Empfang der AWO Asbeck arbeitet, betonte: „Um im Leben zufrieden zu sein, sollte man das machen, was einem Spaß macht und was man gut kann. Ich bin glücklich, dass es Einrichtungen wie die Werkstatt für behinderte Menschen gibt.“

Nina Gilfert von der agentur mark erläutert: „Der Erfolg des ersten Berufsinfotags hat uns davon überzeugt, dass wir mit dieser Art von Veranstaltung auf dem richtigen Weg sind. Die Jugendlichen und ihre Eltern erhalten zielgruppengerechte Informationen aus erster Hand. Und gleichzeitig merken die Jugendlichen, dass es uns sehr wichtig ist, dass sie das finden, was zu ihnen passt.“

Foto BIT_080922_begruessung.jpg: Begrüßung der Besucherinnen und Besucher 

Ansprechpartnerin: Nina Gilfert, 02331/48878-31, gilfert@agenturmark.de

Der Berufsinfotag für Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf fand statt mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union.

 

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