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2. Digitale Ausbildungsmesse für die Märkische Region am 6.Mai: Nachwuchs für die eine, Chancen für die andere Seite

Hagen/Ennepe-Ruhr-Kreis/Märkischer Kreis, 06.05.2021 Die zweite digitale Ausbildungsmesse für die Märkische Region ist erfolgreich gelaufen. Rund 2.800 vorwiegend jugendliche Besucherinnen und Besucher aus Hagen, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Märkischen Kreis hatten sich bis zum Messebeginn registriert, um sich über Ausbildungsmöglichkeiten in der Region zu informieren.

Die Aussteller – 116 Unternehmen aus den drei Teilregionen – warben mit Vorträgen, Präsentationen, virtuellen Betriebsbesichtigungen und anderen Formaten um die potenziellen Azubis. Vielfach wurden die Möglichkeiten voll ausgeschöpft. So erläuterten die Azubis der BEGA Gantenbrink-Leuchten KG aus Menden bspw. die Inhalte der Ausbildungsberufe anhand des Produktionsprozesses einer Leuchte, die Werner Turck GmbH nahm ihre Besucher*innen mit auf eine virtuelle Achterbahnfahrt. Beim Caritasverband Hagen e.V. saß ein Azubi mit am Tisch, der 2020 noch als Bewerber „auf der anderen Seite“ gesessen und seinen Ausbildungsbetrieb auf der 1. Digitalen Messe kennengelernt hatte.

Um einen Kontakt auf Augenhöhe herzustellen, ließen viele Unternehmen ihre Azubis für das Unternehmen sprechen und auch die Fragen im Chat beantworten, aber auch gemischte Teams aus Ausbilder*innen und Azubis waren häufig vertreten.

Der Messevormittag war bis ca. 13 Uhr mit durchschnittlich 1.200 Gästen gleichzeitig sehr gut besucht, im Nachmittagsbereich besuchten um die 500 Teilnehmer*innen gleichzeitig die Vorträge und Messestände. Auch die Berufsberatung der Agenturen für Arbeit Hagen und Iserlohn wurde rege angenommen.

In den Chats fragten die Jugendlichen vor allem nach ihren Ausbildungschancen 2021 und 2022, den konkreten Berufsbildern und schulischen und persönlichen Voraussetzungen. Im Fokus standen außerdem die Länge der Ausbildung, Verdienst- und Karrieremöglichkeiten, der schulische Teil der Ausbildung und die Möglichkeit von Praktika. Bei Interesse hatten die Jugendlichen die Möglichkeit in 1:1-Videochats direkt mit den Unternehmen ins zu Gespräch kommen, Näheres zu erfahren und sich zu bewerben. „Hier merken wir deutlich, dass die Jugendlichen eher zurückhaltend sind. Mit einer stärkeren Begleitung, z. B. in der Schule könnte das ganz anders aussehen, leider ist das im Moment aber nicht leistbar“, so Lena Lohrmann von der agentur mark GmbH, die die Messe organisiert hat.

Viele Unternehmen zeigten sich dennoch sehr zufrieden über den Messeverlauf. Silvia Schneider von der BURG F.W. Lüling KG in Wetter: „Wir sind das erste Mal dabei und sehr zufrieden, mit den Möglichkeiten, die die Messe uns bietet. In die 1:1 Gespräche könnten ein paar mehr Jugendliche kommen, aber die Gespräche, die ich führen konnte, waren sehr gut, da schafft man es dann doch eine gewisse Nähe herzustellen.“

Ähnlich äußerte sich auch Myra Marni von Mani Häusliche Pflege: „Als Unternehmen bevorzugen wir den persönlichen Kontakt auf den Ausbildungsmessen vor Ort aber insgesamt ist die digitale Messe trotzdem eine gute Sache, vor allem aus Sicht der Jugendlichen kommt man viel gebündelter an die Informationen.“

Aus Sicht der Veranstaltergemeinschaft war die Messe ebenfalls ein Erfolg. Die technischen Schwierigkeiten vom vergangenen Jahr haben sich nicht wiederholt, so dass es insgesamt ein ruhiger Messetag war. Kirsten Kling, Geschäftsführerin der agentur mark GmbH, bei der die Messe organisiert worden war, betont: „Der Ausbildungsmarkt ist dieses Jahr extrem schwierig. Die Unternehmen suchen in vielen Branchen weiterhin Nachwuchs, die Jugendlichen eine Perspektive und eine Zukunftschance. Es gibt aber kaum Möglichkeiten für beide Seiten Kontakt herzustellen. So eine virtuelle Messe ersetzt zwar keine Veranstaltung in einer Halle oder auf einem Parkplatz, aber sie schafft Begegnungen. Wir freuen uns als Veranstaltergemeinschaft sehr, dass so viele Unternehmen und Jugendliche heute dabei waren und hoffen, dass wir mit dem Format einen guten Beitrag für mehr Ausbildungsverhältnisse in unserer Region gebracht haben.“

Die 2. Digitale Ausbildungsmesse für die Märkische Region fand statt mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds.

Veranstaltungsgemeinschaft: Agentur für Arbeit Hagen/Ennepe-Ruhr, Agentur für Arbeit Iserlohn, agentur mark GmbH, Arbeitgeberverband Lüdenscheid e.V., Einzelhandelsverband Südwestfalen, Gemeinde Schalksmühle, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Iserlohn mbH, Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH, Handwerkskammer Dortmund, Handwerkskammer Südwestfalen, Jobcenter Ennepe-Ruhr-Kreis, Jobcenter Hagen, Jobcenter Märkischer Kreis, Kreishandwerkerschaft Hagen, Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis, Märkischer Arbeitgeberverband e. V., Märkischer Kreis / Kommunale Koordinierung KAoA, Regionales Bildungsbüro Ennepe-Ruhr-Kreis, Regionales Bildungsbüro Hagen, SIHK zu Hagen, Stadt Balve, Stadt Halver, Stadt Hemer, Stadt Iserlohn, Stadt Lüdenscheid, Stadtmarketing Kierspe e.V., Stadt Menden, Stadtmarketing Meinerzhagen e.V., Stadtmarketing Plettenberg e.V., Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe K.d.ö.R., Wirtschaftsförderungsagentur EN

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